Spiele, Spiele, Spiele

RedakteurIn: Anna Zigala
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Von A wie "Activity" bis Z wie "Zweiundzwanzig" - die Welt der Spiele ist riesengroß. Ob man nun Fan der guten alten Klassiker ist, oder sich lieber bei den Neuerscheinungen umsieht, eines haben alle gemeinsam: Der Spaß darf nicht zu kurz kommen! Gerade als Erwachsener vergisst man oftmals, wie viel Freude eine Partie "Uno" bereiten kann und so ist es manchmal nicht schlecht, wenn der Spieß umgedreht wird und die Lehrpersonen zu den Lernenden der Kinder in Sachen Spiel und Spaß werden, denn das Würfeln, Zocken und Gamen ist fast so alt, wie die Menschheit selbst. 

Arten von Spielen


Als Spiel wird eine Tätigkeit bezeichnet, die zur Belustigung, zur Zerstreuung oder ganz einfach aus Spaß an der Sache selbst durchgeführt wird. Dies kann allein oder in einer Gruppe geschehen.
Die Entwicklung kognitiver und sozialer Kompetenzen steht dabei, speziell im Kindesalter, im Vordergrund. Alle Beteiligten müssen sich an vorgegebene Regeln halten und die Einhaltung dieser wird von den Gruppenmitgliedern eingefordert. 


Aus pädagogischer Sicht kann ein Spiel auch als Lernmethode eingesetzt werden. Dabei kann es einem bestimmten Ablauf folgen, wie beim Völkerball. Bei kooperativen Spielen dagegen, ist das Bilden einer positiven Gruppendynamik das oberste Ziel. 


Die Auswahl an spielerischen Tätigkeiten ist sehr vielfältig - von Theaterspielen, über Gesellschaftsspiele, bis hin zu einfachen Spielen aus vergangenen Jahrhunderten. Spiele hat es schon immer gegeben sie werden auch zukünftig existieren. Manchmal ändern sich im Laufe der Zeit die Regeln oder neue Variationen werden erfunden, aber die Basis wird immer wieder kehren. 
 

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Kartenspiele


Der Siegeszug der Spielkarten begann im europäischen Raum im frühen 14. Jahrhundert. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelten sich nach und nach die, auch noch heute bekannten, Spielkarten.

Regional gab es Unterschiede in der Anzahl, aber auch in den „Farben“. Während in Italien vor allem Schwerter, Keulen, Becher und Münzen aufgedruckt bzw. aufgemalt wurden, spielte man im deutschsprachigen Raum mit Eicheln, Blättern, Herzen und Schellen. Das französische Blatt mit Kreuz, Pique, Coeur und Carreau ist international gesehen, auch in modernen Zeiten, das bekannteste Kartendeck. 


Ende des 18. Jahrhunderts wurde das typische, doppelköpfige Design eingeführt und ab dem 19. Jahrhundert begann man auch die Rückseite zu bedrucken. So wurden Spielkarten zum beliebtesten Werbemittel, bevor sie von USB-Sticks und Co. abgelöst wurden. 


Ein Kartendeck ist leicht zu transportieren und passt selbst in eine Hosentasche. Es gibt unzählige Klassiker, wie „Skart“, „Bridge“ oder „Watten“, aber auch viele sehr spannende neue Varianten, wie „Uno“, „Skibo“ oder „Ligretto“. 


Aber hier eine kleine Warnung am Rande: Die Regeln der einzelnen Spiele variieren oftmals sehr stark. Grundsätzlich wird das Regelwerk durch eine Spielanleitung oder eine offizielle Stelle, wie einem Verein, vorgegeben. Doch je nach Region, Altersgruppe, ja sogar Familie werden diese ab und zu abgeändert. Daher sollte man, um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, die Sonderregelungen abklären, bevor die Karten ausgegeben werden.
 

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Brettspiele


Als Brettspiele werden solche Games bezeichnet, deren Basis ein Brett bzw. ein Plan in der Mitte des Tisches ist. Dabei muss diese Platte nicht unbedingt aus Holz bestehen, ja sie muss noch nicht mal zwangsläufig in einem Stück sein. 


Spiele, wie „Carcassonne“ oder „Die Siedler von Catan“ bei denen das Spielfeld vor jeder Partie neu aufgebaut wird bzw. erst während der eigentlichen Tätigkeit entsteht, werden auch oft in dieser Kategorie genannt. 


Bei einigen Spielen ist die Abgrenzung gar nicht so leicht, da der Plan in der Mitte nur als Karten- bzw. Würfelablage dient und nicht unbedingt ein spielentscheidendes Element ist. 


Auch hier gibt es beinahe historische Varianten, wie „Dame“, „Mühle“ oder „Schach“ – das Spiel der Könige, die guten alten Evergreens, wie „Monopoly“, „Das verrückte Labyrinth“ oder „Ubongo“ und jährliche Neuerscheinungen, die das Spielerherz vor Freude tanzen lassen. 

Eine besondere Auszeichnung ist dabei der Preis „Spiel des Jahres“, der für Qualität steht und regelmäßig an deutschsprachige Entwicklungen verliehen wird. 
 

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Würfelspiele


Das Hauptelement dieser Kategorie sind, wie der Name schon vermuten lässt, Würfel, mit deren Hilfe man versucht ein bestimmtes Ziel zu erreichen. 


Die meisten Games werden mit klassischen, sechsseitigen, geometrischen Körpern gespielt. Doch regional wurden früher auch Muscheln, Stäbchen, Steine oder Knochen verwendet – alles, was sich irgendwie rotieren ließ. Im Orient, in Indien und in Griechenland war das Würfeln schon sehr früh bekannt. Im alten Ägypten verwendete man sogar pyramidenförmige Spielwürfel. 


Auch in der römischen Antike und bei den Germanen war dieser Zeitvertreib verbreitet und so mancher brave Bürger verspielte dabei Haus, Hof oder sogar die eigene Freiheit. Vor allem, weil nicht jeder Beteiligte immer ganz fair spielte. So war es schon damals gang und gäbe das Ergebnis durch das Einbauen von Blei zu beeinflussen. 


Diese Spielegattung galt bereits in früheren Zeiten als das weitverbreitetste Glücksspiel. Im Mittelalter wurde die Suchtgefahr erkannt und deshalb war es oft verboten. Wurde man beim illegalen Spiel erwischt, musste man mit einer hohen Geldstrafe und einer Verbannung aus der Stadt rechnen. 
Daher gab es speziell in englischen Spielhallen eigene Würfelschlucker, die bei Stippvisiten die verbotenen Objekte ganz schnell verschwinden ließen. 


„Paschen“ ist der Klassiker schlechthin und ist auch unter den Namen „Knobeln“, „Knöcheln“ oder „Kniffel“ bekannt. Die Regeln bzw. die Punktevergabe weisen zwar gebietsweise Unterschiede auf, doch das Prinzip ist das gleiche – ein Becher, ein Spielblock um die Punkte aufzuschreiben und fünf Würfel. 
Doch es gibt auch noch viele weitere althergebrachte und moderne Variationen, wie „Würfel WG“, „Mäxchen“ oder „Shut the Box“. 

 

Fazit


Spiele sind in der einen oder anderen Form schon seit Jahrtausenden bekannt und man findet Beweise dafür über die ganze Welt verteilt.
Wenn man es zulässt, kann ein Spiel Grenzen abbauen und verschiedene Kulturen miteinander verbinden. Also: Weshalb sollte man nicht mal über seinen eigenen Schatten springen und ein Spielchen wagen?

 

Quellen


Wikipedia – Spiel (allgemeine Definition): https://de.wikipedia.org/wiki/Spiel

Kartenspiele – Geschichte: https://www.spielanleitung.org/kartenspiele/
Kartenspiele – Klassiker: https://kartenspiele.net/spiele/
Kartenspiele – neue „Erfindungen“: https://www.gesellschaftsspiele.de/kartenspiele/ 

Brettspiele – Erläuterung: https://de.wikipedia.org/wiki/Brettspiel
Brettspiele – Spielempfehlungen 1: https://mitvergnuegen.com/2020/11-retro-brettspiele-zuhause/
Brettspiele – Spielempfehlungen 2: https://die-besten-familienspiele-gesellschaftsspiele.de/top-10-brettspiele-klassiker/ 

Würfelspiele – Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrfelspiel
Würfelspiele – Klassiker: https://www.gamedesign.de/wuerfelspiele
Würfelspiele – modernere Spiele: https://www.spielregeln-spielanleitungen.de/wuerfelspiel/ 

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Datum: Di. 15.06.2021