500. Todestag Leonardo da Vinci

RedakteurIn: Kerstin Kuba
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Nicht nur Kaiser Max ist seit 500 Jahren tot. Auch Leonardo da Vinci stirbt vor fünf Jahrhunderten - wahrscheinlich ist sein Sterbedatum der 2. Mai: Grund genug, um über den Universalgelehrten nachzudenken. Im Anhang des Artikels sind außerdem einige Ideen für den Unterricht bzw. Unterrichtsmaterial zu finden!

Leonardo. Aus dem kleinen Ort Vinci nahe Florenz.  Wer an ihn denkt, denkt in Superlativen: der teuerste aller Künstler, der begabteste der Renaissance, der mutigste aller Forscher. Als solcher hat Leonardo in einer Zeit, als die Kirche über wissenschaftlichen Forschungsgeist nicht immer hoch erfreut war, mehr als 30 Leichen seziert und anatomische Studien gefertigt.

Er ist der "uomo universale" - die große Anzahl von Kunstwerken und Entwürfen für Gebäude, Maschinen und Kriegsgeräte beeindruckt auch heute noch - Leonardo ist Humanist durch und durch, er interessiert sich nicht nur für die schönen Künste, sondern auch für medizinische Studien, Mathematik und Geologie, er bleibt zeitlebens neugierig. Der Universalgenie erkennt nicht nur als erster die Kugelgestalt eines Wassertropfens, sondern nimmt auch das Prinzip der Fahrradkette, der Rolltreppe und des Panzers vorweg - Jahrhunderte bevor diese tatsächlich erfunden wurden.

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Faszinierend ist auch die Nähe zu den Mächtigen seiner Zeit: Leonardo wird zu Andrea del Verocchio in die Lehre geschickt, er arbeitet für Lorenzo de Medici , er stirbt (vermutlich) am 2. Mai 1519 in den Armen des französischen Königs. Leonardo steht außerdem im ständigen Wettstreit mit einem anderen Genie seiner Zeit, Michelangelo Buonarroti, dessen David auch heute noch begeistert.

Leonardos Vermächtnis in der Kunst bleibt wohl genauso unerreicht: die Mona Lisa, das Abendmahl, sein Selbstbildnis. Insgesamt ist die Zahl seiner Werke gering, die Qualität der Ausführungen aber unangetastet, was Restauratoren die Erhaltung der Kunstwerke ziemlich erschwert.

Leonardo geht aber auch nach seinem Tod mit der Zeit: sein facebook-Account wurde schon fast zwei Millionen Mal gelikt. Und das zu Recht: seine 348 Chronik-Photos machen das Genie sichtbar, seine Zitate treffen unmittelbar ins Schwarze. Gefälliges Beispiel:

Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild.

Und wer könnte dieses Zitat nicht besser verstehen als ein_e Lehrer_in! 

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Datum: Mo. 29.04.2019