Lyrikunterricht mit Parallelgedichten

RedakteurIn: Reinhold Embacher
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Lyrikunterricht basiert auf drei Säulen: Rezeption meint die regelmäßige Lektüre von Gedichten. Dazu bietet das Magazin SPACE (ÖJRK & Buchklub) mit der Reihe „Genial gereimt“ Monat für Monat eine Gelegenheit.

Die zweite Säule kann mit dem Begriff Interpretation überschrieben werden. Wie weit ist es möglich, im Unterricht am Beginn der Sekundarstufe 1 lyrische Texte zu analysieren? Dazu braucht es neben dem Textverständnis ein poetologisches Rüstzeug, Begriffe aus der Verslehre, damit über Lyrik gesprochen werden kann. Die Arbeitsblätter aus den Unterrichtsimpulsen thematisieren immer wieder Termini wie Vers, Strophe, Reimfolgen etc.

Den Schwerpunkt gelungenen Lyrikunterrichts soll die dritte Säule darstellen: die Produktion. Welche Verfahren gibt es, lyrische Texte weiterzuschreiben bzw. Schüler/innen eigene Gedichte verfassen zu lassen? Die Arbeitsblätter zum Magazin SPACE greifen immer wieder reimlose Gedichtformen (Elfchen, Avenida, Haiku …) auf bzw. bieten lyrische Bausteine zu Parallelgedichten.

Heinz Erhardt: Die Schule

Im September eröffnet das Magazin SPACE den Lyrikjahrgang mit einem Schulgedicht Heinz Erhardts. Die Schüler/innen analysieren mithilfe eines Arbeitsblattes zunächst die Form des Gedichts, indem sie lyrische Grundbegriffe wie Vers, Strophe und Reimfolgen reflektieren. Anschließend erschließen sie den Inhalt und ergänzen einen Lückentext. Einen Impuls zur Produktion eines Parallelgedichts bieten Verse, die in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen. Auch das Reimgedicht enthält wie die Vorlage bildhafte Ausdrücke: den Nagel auf den Kopf treffen, kein großes Licht sein. Besprechen Sie deren Bedeutung im Unterricht.

Link: Arbeitsblatt

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Datum: Sa. 05.09.2020