Faszination TikTok – Überblick, Gefahren und Einsatz im Unterricht

RedakteurIn: Jasmine Seeberger
[ Bildrechte anzeigen ]

Was ist TikTok?

TikTok (ehem. musikal.ly) ist eine VideoApp, mit der Kurzvideos aufgenommen, angesehen und geteilt werden können. Das Ansehen der Videos ist ohne Kontoanmeldung möglich. Um jedoch anderen Nutzern zu folgen und andere Videos zu kommentieren, wird ein eigenes Konto benötigt. In der App werden viele Tanz- und Schauspielvideos veröffentlicht. Außerdem gibt es auch kurze Tutorials, Videos zu bestimmten Trendthemen und Challenges. Dabei geht es vor allem darum aus etwas Bekanntem, einem Lied oder Video, etwas Neues zu schaffen oder es mit Hilfe von Effekten und Filtern weiterzubearbeiten.

Wie erstelle ich ein Video?

Um ein Video zu erstellen suchen sich die Nutzer aus der Musikliste einen Titel aus, erstellen dann mit der Handykamera ein Video, das zur Audiodatei passt, wie beispielsweise ein Lip-Sync-Video (synchron gesprochenes Video), ein Tanzvideo oder ein Video mit Filmtricks. Aber auch Videos mit eigenem Originalton können erstellt werden. Dabei dürfen die auf TikTok max. 5 Minuten lang sein, dauern meist aber nur ein paar Sekunden.  

Wer nutzt TikTok?

Freigegeben ist die App ab 13 Jahren, wobei sie vorwiegend eine Zielgruppe von 10-13-jährigen anspricht. Dies vor allem, weil sie dabei Vorbilder nachahmen, Selbstdarstellung ausprobieren und ihren eigenen Charakter ausarbeiten können. Durch Herzchen-Likes und netten Kommentaren erhalten sie außerdem ein positives Feedback.

Was sind die Gefahren?

Durch eine Recherche von mobilsicher.de wurde bekannt, dass sich pädophile UserInnen die App für Cyber-Grooming zunutze machen. Hierzu folgende Artikel:

Außerdem gibt sind auch diverse Kostenfallen in der App versteckt. Durch sogenannte In-App-Käufe können Coins (Münzen) gekauft  und diese in Form von virtuellen Geschenken an andere UserInnen geschickt werden. Um Geld zu sparen versuchen viele UserInnen durch online angebotene Hacks an diese Münzen zu kommen. Jedoch verbirgt sich dann meist hinter diesen Coins eine Schadsoftware oder Viren.

In Bezug auf Datenschutz schneidet die App auch nicht wirklich gut ab, da die Datenübertragungen laut der chinesischen Firma Bytedance „auf eigenes Risiko“ erfolgen.

Hierzu folgende Informationen:

Wie kann man TikTok im Unterricht einsetzen?

  • Bewegung und Sport: Tanzen wie die TikTok Stars und daraus eine Choreographie gestalten mit #Move 2

  • Deutsch und Fremdsprachen: Schlüsselszenen aus Unterrichtstexten könnten eingesprochen und damit ein Lip-Sync-Video erstellt werden. Oder bestimmte Szenen werden in einem Video dargestellt.

  • Mathe: Auch in Mathematik können Lip-Sync-Video mit Mathe-Songs gemacht werden. YouTuber wie „DorFuchs“ haben interessante Mathe-Lieder dafür.

Weitere Links für den Unterricht:

 

Redaktionsbereiche
Datum: Di. 12.11.2019