Eduard Mörikes Septembermorgen im Unterricht

Gespeichert von Reinhold Embacher am Fr. 23.08.2019
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Beginnen Sie den Deutschunterricht im neuen Schuljahr mit einer besonderen Lyrikstunde und setzen Sie durch neue Medien ein klassisches Gedicht eindrucksvoll in Szene.

Grundlage dieser Einheit ist Eduard Mörikes Herbstgedicht Septembermorgen, illustriert durch einige Bilder aus der Bilderdatenbank des TIBS.

Durchführung
Präsentieren Sie den Kindern auf der interaktiven Tafel zunächst nur das erste Bild. Die Klasse findet gemeinsam dazu einen Vers. Im Anschluss wird der Originalvers Mörikes durch Mausklick auf das Bild animiert. So folgen weitere Bilder zu den sechs Versen Mörikes, zu denen wiederum Verse der Klasse entstehen. Während sich so das Originalgedicht versweise erschließt, entsteht eine neue Version durch die Diskussion in der Klasse. Ganz am Ende erst wird Mörikes ganzer Text sichtbar. Nun können die Schüler/innen, bestens vorbereitet, formale und sprachliche Besonderheiten in Mörikes klassischem Gedicht analysieren.

Download
Sie benötigen keine spezielle Software, das Gedicht ist als EXE-Datei digitalisiert. Es kann hier heruntergeladen werden: Klick!

Unterrichtsbeispiel

Wie nah Kinder beim gemeinsamen Dichten dabei einem Klassiker wie Eduard Mörike kommen, zeigt das folgende Gedicht, das durch Bildimpulse und im Zuge eines Lehrer-Schüler/innengesprächs entstanden ist. Dass der Stolz auf Seiten der Schüler/innen riesengroß ist und sie ihr Gedicht natürlich dem Original vorziehen, stärkt das literarische Selbstvertrauen.

Eduard Mörike:

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Schülerinnen aus 5. Schulstufen:

Septembermorgen

Der Morgen erwacht im Nebel,
Licht erhellt die Welt.
Die Sonne kommt nun bald.
Sie scheint auf bunte Blätter,
Bäume glänzen in ihrem Licht.
Die Sonne strahlt auch im Gedicht.

Septembermorgen

Nebel legt sich übers Tal,
kaum ein Licht dringt in den Wald.
Die Sonne zeigt sich nur sehr fahl,
bunte Blätter fallen bald
von den Bäumen,
die Sonne hört auf zu träumen.

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